King's German Legion 
 Lexikon - Encyclopedia

Eduard Christoph Heinrich von Hinüber (* 1767 in London;  2. Dezember 1833 in Frankfurt am Main) war ein britischer und hannoverscher Generalleutnant sowie Bevollmächtigter zur Militärkommission des Bundestags.

==Leben==

Er entstammt der Wildeshausener Linie der Familie Hinüber. Sein Vater war der Diplomat Carl Heinrich von Hinüber (1723-1792), sein Bruder Georg war hannoverscher Geheimrat.

Hinüber trat 1781 in braunschweig-lüneburger Dienste und wurde Leutnant im 14. Infanterie-Regiment. Er kmpfte mit dem Regiment für die englische Krone in Ostindien und wurde in der Schlacht bei Cuddalore am 13. Juni 1783 verwundet. Hinüber kehrte nach Kurhannover zurück, wurde 1788 Hauptmann und war 1803 Major im 6. braunschweig-lüneburger Infanterie-Regiment. Nach der Niederlage im Zweiten Koalitionskrieg kapitulierte die Armee 1803 mit der Konvention von Artlenburg. Hinüber wechselte daraufhin als Major in das 1. Linien-Regiment der King’s German Legion, um weiter gegen Napoleonzu kämpfen.

1804 wurde er Oberstleutnant im 3. Linien-Regiment, 1805 wurde er Brevet Colonel. Während des Dritten Koalitionskriegs kämpfte er mit der Legion 1805 wieder in Hannover, nach der Niederlage Österreichs war der Krieg in Mitteleuropa für England aber erstmal beendet. Die Legion und Hinüber kämpften danach ab 1807 im Baltikum und von 1808 bis 1812 in Mittelmeer und der Iberischen Halbinsel. Im Jahr 1811 wurde er dabei zumÂGeneralmajor befördert. Von 1813 bis 1814 kämpfte er als Kommandeur der 1. Division im Süden von Frankreich und von 1814 bis 1815 in den Niederlanden.

Nach der Niederlage Napoleons wechselte er in die neugebildete Armee des Königreichs Hannover. Er wurde 1819 Generalleutnant und Kommandeur der 2. Infanterie-Division sowie 1831 Militärbevollmächtigter des X. Bundeskorps in Frankfurt am Main. Dort starb er 1833.

Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter:

  • Großkreuz des Guelphen-Ordens
  • 1815 Kommandeur des Bathordens
  • britische goldene Kriegsmedaille

==Literatur==

  • Bernhard von Linsingen-Gersdorff: Aus Hannovers militärischer Vergangenheit. S. 380.
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