King's German Legion
 Lexikon - Encyclopedia

Carl Conrad Best (auch Charles Best; * Februar 1765 in Hannover; 5. Dezember 1836 in Verden) war kniglich hannoverischer Generalmajor sowie Trger des Guelphen-Ordens [1] und zuletzt Chef des 7. hannoverschen Infanterie-Regiments.

==Herkunft==

Sein Vater war der Hauptmann Conrad Heinrich Best, seine Onkel Wilhelm und Georg waren in der Botschaft in London ttig, wo sie unter anderem Bcher fr die Universittsbibliothek in Gttingen beschafften.

==Leben==

Er ging zur Armee und wurde dort Kadett. 1781 wurden in Hannover zwei Regimenter fr Indien zusammengestellt, denen sich Conrad zusammen mit seinem lteren Bruder Georg (1791) anschloss. Er kam in das Regiment Nr. 14 und wurde 1781 Fhnrich im Dienste der Britischen Ostindien-Kompanie.

Die Regimenter kamen nach Madras und bildeten dort zunchst ein Detachement unter dem Oberstleutnant Christoph August von Wangenheim. Es kam im Juni 1783 zur Armee des Generalmajors James Stuart ( 1793). Am 13. Juni 1783 wurde Best in der Schlacht bei Cuddalore schwer verwundet. Zusammen mit den anderen Verwundeten und Erkrankten wurde er zurck nach Madras gebracht. Er erholte sich wieder und wurde am 24. Juli 1783 zum Leutnant ernannt.

Die folgenden friedlichen Jahre verbrachte er in verschiedenen Garnisonen, bis 1791 die Vertrge ausliefen. Das 13. Regiment wurde bereits 1791 nach Hause geschickt und entlassen. Das 14. Regiment wurde 1792 entlassen und in die Hannoverische Armee bernommen. Im Jahr 1793 kam er als Premier-Lieutenant zur Leichten Infanterie. Bereits am 24. Juli 1794 wurde er Hauptmann im Regiment Nr. 12.

Im Ersten Koalitionskrieg war er in Flandern bei der Armee des Duke of York. Er kmpfte am 25. April 1794 in der Schlacht bei Moucron; auf dem Rckzug geriet er in Courtray fast in Gefangenschaft. Er nahm an den Kmpfen vom 18. und 22. Mai teil, sowie am 24. Juli 1794 an der Schlacht bei Rouselaer und Hooglede.

Best wurde zum Hauptmann befrdert, nahm an den Gefechten an der Dommel und an der Aa teil; auf dem Rckzug zur Meusel kmpfte er in den Gefechten bei dem Fort St. Andree. Im Oktober 1794 nahm er an den Kmpfen bei Nijmegen teil. Die Alliierten zogen sich aus der Stadt bis hinter die Waal zurck, im Dezember befand sich Best dann beim Gefecht bei Raudwyk. Am 10. Juni 1795 konnten die Franzosen in der Schlacht bei Donawert die Waal queren, und die Alliierten gingen hinter den Rhein. Best kam zu Gefechten bei Velp bei Arnheim. Der Rckzug ging weiter ber Zutphen nach Mnster. Im Februar 1795 kmpfte er noch im Gefecht bei Gronde. Die Englische Armee zog sich ber Bremen nach England zurck. Nach dem Separatfrieden der Preuen mit den Franzosen im April 1795 zogen sich auch die Hannoveraner zurck. Sie blieben zunchst in Mnster und Osnabrck und kamen im Dezember in Hannover an. Die Preuen und Hannoveraner bildeten ein Observationskorps, dem auch Best angehrte, das Franzosen beobachten sollte.

Nach der Niederlage im Zweiten Koalitionskrieg kapitulierte die Armee 1803 mit der Konvention von Artlenburg. Wie viele andere Offiziere, wechselte Best daraufhin in die King’s German Legion, um weiter gegen Napoleon zu kmpfen. Bereits am 1. Oktober 1803 wurde Best Major im 2. Leichten Infanterie-Regiment.

Er landete mit einem Expeditionskorps im November 1805 unter dem Generalmajor Don an der Elbe. Nach der Schlacht bei Austerlitz zog sich das Korps ber Cuxhaven zurck, von wo es nach Irland kam. Im Mai 1807 kam Best zusammen mit dem 2. Leichten Bataillon nach England. Dort wurde er zum Kommandeur des Bataillons. Im Juni 1807 landeten britische Truppen in der Ostsee, und das Bataillon kam auf die schwedische Insel Rgen. Im August wurden die Truppen nach Seeland verlegt, wo sie in der Bucht von Kioge anlandeten. Im Rahmen der Belagerung von Kopenhagen fhrte Best ein Detachment am 26. August bis in die Vororte der Stadt. Dafr erhielten er und Major Hugh Halkett eine Belobigung, sowie den Dank des Parlaments. Er kehrte noch im November 1807 nach England zurck und blieb in Ramsgate bis Ende April 1808 unter dem Kommando von Generalleutnant John Moore. Im Mai befand Best sich nochmal an der Ostsee, wurde dann aber zusammen mit Moore nach Spanien verlegt. Im Juli 1809 wurden die Truppen nach Holland geschickt.

Im Rahmen der Walcheren-Expedition landeten die Truppen unter Chatham in der Mndung der Schelde; dort nahmen sie an der Belagerung von Flushing teil, der Ort kapitulierte am 15. August. Best kam dann nach Sdbeveland und Anfang September zurck nach Walcheren. Am 1. Januar 1812 wurde er Oberstleutnant im Brevet-Rang. Am 19. Mai 1812 wurde er dann wirklicher Oberstleutnant im 8. Linien-Regiment des KGL, seiner Zeit in Sizilien. Am 16. Mrz 1814 wurde er mit einem Kontingent nach Hannover geschickt. Er wurde Kommandeur einer Brigade, die aus vier Bataillonen Hannoverischer Landwehr gebildet wurde. Im August 1814 marschierte er durch Brabant und Flandern. Die Truppe stand in Brgge, als Napoleon zurckkehrte. Best wurde nach Ypern beordert, im Mai 1815 bergab er das Kommando an einen neuen Gouverneur. Er kam nach Brssel, wo die Brigade zur 6. Division unter dem Duke von Wellington kam.

Am 15. Juni wurde Best mit der Schottischen Brigade gegen das Korps des Marschalls Ney geschickt. Das Kommando fand den Marschall am 16. am Nachmittag. Eine Batterie der Brigade Best konnte dabei einen Angriff der franzsischen Krassiere abwehren. Am 18. Juni konnte sich die Brigade erneut auszeichnen. Der Divisionskommandeur, Generalmajor Sir James Kempt (Nachfolger des gefallenen Generals Thomas Picton), sprach der Brigade eine Belobigung aus. Im Dezember 1815 kehrte die Einheit nach Hannover zurck.

Bei seiner Rckkehr wurde Best Kommandeur des Guelphen-Ordens. Am 14. September 1816 wurde er zum Oberst befrdert und Inhaber des Hannoverischen Infanterie-Regiments Celle. Am 16. April 1818 wurde er dann noch Generalmajor und am 9. Mai 1820 als Chef zum 7. hannoverschen Infanterie-Regiment versetzt. Am 27. Mai 1828 ging er in Pension und zog nach Verden, dort starb er am 5. Dezember 1836.

 ==Familie==

Er heiratete 1789 Elisabeth Ward, die Tochter des Malers und Oberst Francis Swain Ward. Sein Sohn war der Oberst Wilhelm Best (* 16. November 1799;   23. Februar 1886), dieser heiratete Ida Sertrner (* 26. Juni 1827; 1. Mrz 1892), eine Tochter des Apothekers Friedrich Sertrner. [2]

Im Jahr 1823 heiratete er Louisa von Robertson [3], Tochter von Captain Ernest von Robertson (gefallen am 28. November 1811 bei Belam).[4]

 ==Werke==

  • Briefe ber Ost-Indien, das Vorgebirge der Guten Hoffnung und die Insel St. Helena, Leipzig 1807 (Digitalisat)

 ==Literatur==

==Einzelnachweise==

 1. Hannoverscher und Churfrstlich-Braunschweigisch-Lneburgischer Staatskalender https://books.google.de/books?id=aYMAAAAAcAAJ&pg=PA6#v=onepage&q&f=false 

 2. https://web.archive.org/web/20141005035214/http://garnisonkirche-hameln.de/141_Best.htm 

 3. Hochzeitsanzeige im London Magazine, Band 7  https://books.google.de/books?id=aewRAAAAYAAJ&hl=de&pg=PA370-IA7#v=onepage&q&f=false

 4. North Ludlow Beamish, History of the King’s German Legion, Band 2,  https://books.google.de/books?id=Kv4GAAAAQAAJ&pg=PA645#v=onepage&q&f=false,  Nr. 1083


 

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